Erich Pleyer

Erich Pleyer

Den Dingen auf der Spur


Um malen zu können, muss man sehen können. Was im ersten Moment ganz simpel klingt, ist es bei genauerer Betrachtung gar nicht. Denn Sehen bedeutet für einen Maler, nicht nur die äußeren Konturen der Dinge wahrzunehmen, sondern ihr Wesen zu erfassen, sie zu er-gründen – auch, sie zu hinter-fragen. Tut er dies nicht, werden seine Bilder immer an der Oberfläche bleiben, gefällige Betrachtungen.


Erich Pleyer ist den Dingen auf der Spur und geht ihnen auf den Grund. Mit seinen Augen und seinem Pinsel versucht er, sie in ihrem Wesen zu erfassen und alle ihre Farben zum Vorschein zu bringen. So strahlen seine Landschaften vor Licht – äußerem wie innerem. Und auch seine Stillleben erscheinen nur auf den ersten Blick statisch. Hinter den Arrangements verraten lebendige Farbflächen, dass es noch eine ganz andere Dimension der Dinge gibt. Um diese wahrzunehmen, braucht es die Bereitschaft, sich auf sie einzulassen und die Fähigkeit, innezuhalten. Oder wie es der vietnamesische Zen-Meister Thich Nhat Hanh ausdrückt: „Wenn wir innehalten, erkennen wir, und wenn wir erkennen, verstehen wir.“


Erich Pleyer hält in seinen Bildern inne und vermittelt dem Betrachter sein Verständnis der Welt. Dass dieses zugleich Spielraum für die Welterfahrung des Betrachters lässt , macht seine Arbeiten umso interessanter.